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Ist es sicher, die eigene Kartennummer in der iPhone-Textersetzung zu speichern?

Die Textersetzung nimmt eine Kartennummer genauso bereitwillig auf wie eine Adresse — geschützt war sie dabei nie. Was das Feld „Ausdruck" wirklich speichert, wo man es im Klartext wiederfinden kann, und was einen maskierten, Schlüsselbund-gestützten Eintrag stattdessen ausmacht.

Ist die Textersetzung erst einmal entdeckt und ein Kürzel für die eigene Adresse oder die E-Mail-Signatur eingerichtet, liegt der nächste Gedanke nahe: Könnte das nicht auch die Kartennummer aufnehmen, damit man die sechzehn Ziffern nie wieder eintippen muss? Rein technisch: ja. Das Feld „Ausdruck" nimmt jeden beliebigen Text an, und für iOS ist eine Kartennummer einfach eine weitere Zeichenkette. Ob sie dort auch hingehört, ist eine andere Frage — und die verdient eine Antwort, bevor irgendetwas eingefügt wird.

Was das Feld „Ausdruck" wirklich speichert

Textersetzung ist ein Wörterbuch aus Kürzeln, das für das ganze System gilt: Die kurze Version wird getippt, iOS tauscht sie gegen den vollständigen Ausdruck. Welche Art von Text dabei gespeichert wird, weiß das System nicht — eine Adresse, ein Scherz, eine Kartennummer landen alle auf dieselbe Weise im selben Feld „Ausdruck", als gewöhnlicher Klartext gesichert, ohne dass irgendetwas davon als heikel behandelt würde. Es gibt keine gesonderte, vorsichtigere Speicherstufe für ein Kürzel, das zufällig zu sechzehn Ziffern und einem Ablaufdatum wird.

Wo dieser Text nach dem Speichern tatsächlich liegt

Jeder gespeicherte Ausdruck lebt an genau einem Ort: Einstellungen → Allgemein → Tastatur → Textersetzung, aufgelistet nach seinem Kürzel. Eine Zeile antippen, und der vollständige Ausdruck öffnet sich dort im Klartext, gut lesbar — keine Code-Abfrage, keine Face-ID-Prüfung, nichts steht zwischen diesem Bildschirm und wer auch immer das entsperrte Telefon gerade in der Hand hält. Das Telefon für ein Foto weiterzureichen, oder es eine Minute entsperrt auf einem Tisch liegen zu lassen, reicht bereits, um die Einstellungen zu öffnen und jeden dort gespeicherten Ausdruck zu lesen — Kartennummer inklusive, falls eine dabei ist.

Der Ausdruck synchronisiert sich außerdem über iCloud auf die anderen Apple-Geräte, dieselbe Hintergrundsynchronisierung, die auch die übrigen Tastatureinstellungen mitnimmt. Das ist praktisch — einmal einrichten, überall haben — und bedeutet zugleich, dass dieselbe Klartext-Zahl jetzt an einem Ort mehr existiert als zuvor.

Was „maskiert" wirklich bedeutet

Apples eigener Schlüsselbund, der Systemspeicher hinter gesicherten Passwörtern und Zahlungskarten, behandelt diese Art von Information bewusst anders: Einträge liegen hinter einer Face-ID- oder Code-Prüfung, und eine von dort angezeigte Kartennummer erscheint maskiert — die letzten vier Ziffern sichtbar, der Rest verborgen — statt offen dazuliegen wie ein Ausdruck der Textersetzung. Der Unterschied hat nichts mit dem Internet zu tun: Die Textersetzung schickt gespeicherte Ausdrücke ebenso wenig an einen Server wie der Schlüsselbund; beide existieren zur eigenen Bequemlichkeit, nicht weil eine Tastatur die Kartennummer kennen müsste. Der Unterschied liegt darin, wer sie sonst noch sehen kann — mit nichts weiter als einem Blick auf ein entsperrtes Display.

Eine einfache Faustregel, was in die Textersetzung gehört

Nichts hindert daran, die Textersetzung für alles zu nutzen, was man möchte. Hilfreicher ist es, danach zu fragen, was ein Ausdruck kosten würde, wenn eine fremde Person, eine Kollegin, die über die Schulter schaut, oder jemand, der das entsperrte Telefon für dreißig Sekunden ausleiht, genau diesen Einstellungsbildschirm öffnet und liest.

Wo Kibo dazu passt

Kibo bringt für die erste Kategorie ein Panel mit gespeicherten Ausdrücken mit — die eigene Adresse, die E-Mail-Signatur, die Antwort, die man zwanzigmal die Woche verschickt —, direkt aus der Tastatur heraus in jede App eingefügt, ohne etwas auswendig lernen zu müssen, wie es ein Textersetzungs-Kürzel verlangt. Karten- und Ausweisnummern bekommen eine eigene, getrennte Liste, die auf dem System-Schlüsselbund basiert und immer maskiert angezeigt wird statt im Klartext — passend zur zweiten Kategorie oben. Keine der beiden Listen braucht Vollzugriff: gespeicherten Text in ein Feld einzufügen ist Schreiben, genau wie Tippen, kein Lesen der Zwischenablage, und Vollzugriff wird in Kibo nur von den Tastatur-Schaltflächen Wort kopieren, Zeile kopieren und Einfügen gelesen.

Häufige Fragen

Kann die Textersetzung wirklich eine Kartennummer speichern?

Ja, rein technisch — das Feld „Ausdruck" nimmt jeden Text an, Kartennummer eingeschlossen. Dafür gedacht ist es aber nicht: Der vollständige Ausdruck wird im Klartext gespeichert und angezeigt, ohne Code- oder Face-ID-Prüfung davor.

Schickt die Textersetzung gespeicherte Ausdrücke an einen Server?

Nein. Sie funktioniert wie andere iOS-Tastatureinstellungen auch — kein Server, nichts wird für sich genommen vom Telefon verschickt. Sie synchronisiert sich über iCloud auf die anderen Apple-Geräte, was Bequemlichkeit statt Risiko bedeutet, aber eben auch, dass derselbe Klartext-Ausdruck jetzt auf mehr als einem Gerät existiert.

Wo lässt sich eine Kartennummer für schnelles Tippen sicherer aufbewahren?

An einem Ort, der zum Maskieren gebaut ist — Apples eigenem Schlüsselbund für gespeicherte Karten, oder einer Tastaturfunktion, die genauso aufgebaut ist, etwa Kibos Schlüsselbund-gestützte sichere Einträge, die eine Karten- oder Ausweisnummer maskiert statt offen zeigen.

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