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So lässt sich die iPhone-Tastatur wie ein Retro-Videospiel klingen lassen

iOS bringt genau einen Tastenklick mit, nichts, was einem 8-Bit-Piepton ähnelt. Was diesen Klang auf der Hardware der 1980er tatsächlich erzeugt hat — eine Handvoll elektronischer Wellenformen, ganz ohne Aufnahme — und wie eine Drittanbieter-Tastatur ihn auf einem Telefon nachbildet.

Einstellungen → Töne & Haptik → Tastatur-Feedback gibt genau einen Tastenklick her und einen Schalter, ihn ein- oder auszuschalten. Kein Menü darunter, keine Bibliothek alternativer Klänge, und ganz sicher nichts, das 8-Bit oder Chiptune heißt. Wer schon einmal eine Tastatur gehört hat, die bei jedem Tastendruck einen kleinen elektronischen Piepton von sich gibt — die Art Klang, die früher eine Münze oder ein Sprung in einem alten Videospiel gemacht hat —, hört dabei eine Drittanbieter-Tastatur, die einen Klang abspielt, den Apples eigene nie anbietet.

Was diese alten Videospiel-Klänge tatsächlich erzeugt hat

Die Piepsertöne, Sprünge und Münzgeräusche früher Konsolen und Heimcomputer waren keine Aufnahmen von irgendetwas. Ein aufgenommener Klang braucht Speicherplatz, und die Chips jener Zeit hatten davon kaum etwas für Audio übrig. Stattdessen erzeugte ein kleiner, fest eingebauter Klangchip Töne elektronisch, in Echtzeit, aus einer kurzen Liste einfacher Wellenformen — von Anfang an wurde nichts aus der realen Welt abgetastet.

Eine Handvoll Wellenformen statt einer Instrumentenbibliothek

Wo ein heutiges Spiel ein aufgenommenes Orchester oder ein echtes Schlagzeug abspielt, hatte ein früher Klangchip ein kleines, festes Menü: eine Rechteck- oder Pulswelle für die Melodie, manchmal eine Dreieckswelle für einen runderen Bassklang, und einen Rauschkanal für alles, was nach Explosion oder Perkussion klingen sollte. Das ist so ziemlich das gesamte verfügbare Instrumentarium. Jede Melodie, jeder Klangeffekt ist eine dieser wenigen Wellenformen, gespielt in einer Tonhöhe und Länge, die der Spielcode im jeweiligen Moment festlegt — eine andere Option gab es nicht, weil nichts sonst auf dem Chip überhaupt in der Lage war, einen Ton zu erzeugen.

Tastverhältnis: eine Wellenform, mehrere Klangfarben

Auch eine Pulswelle ist kein einzelner fester Klang. Ihr „Tastverhältnis“ — der Anteil jedes Zyklus, der auf hoch statt auf niedrig steht — ändert ihren Charakter selbst bei gleicher Tonhöhe: ein schmaler Puls klingt dünn und näselnd, ein breiterer voller und einer schlichten Rechteckwelle ähnlicher. Das Tastverhältnis mitten in einem Ton zu verschieben war einer der wenigen verfügbaren Tricks, um einen Klang nicht statisch wirken zu lassen, und das erklärt einen großen Teil der leicht summenden, elektronischen Kante, die Chiptune-Melodien haben, statt wie ein sauberer Sinuston zu klingen.

Sehr wenige Stimmen gleichzeitig

Diese Chips boten meist nur eine Handvoll Kanäle insgesamt — ein paar Pulskanäle, vielleicht einen dreieckigen, einen Rauschkanal. Eine vollständige Melodie mit Basslinie und Schlagzeugpart musste in drei oder vier gleichzeitig laufende Stimmen passen, ohne Platz für irgendetwas darüber hinaus. Genau diese Knappheit gibt der Chiptune-Musik ihren sofort wiedererkennbaren Charakter: karge, fast einstimmig wirkende Linien statt der dichten Schichten, die sich ein heutiger Soundtrack leisten kann.

Warum dieser Klang so gut zu einem einzelnen Tastendruck passt

Ein kurzer Pulswellen-Piepton ist von Natur aus ein perkussives Ereignis, alles auf einmal: Er beginnt, hält eine Bruchteilsekunde, und endet, ohne dass irgendetwas ausklingen müsste. Das passt fast genau zu einem Tastendruck: eine einzelne Aktion, ein einzelner Klang, kein Halten, um das man sich kümmern müsste. Aus demselben Grund funktioniert der Klick eines mechanischen Switches als Tastenklang und ein gehaltener Violinton nicht — die Form der Welle und die sie auslösende Aktion dauern von Natur aus gleich lang.

Wie eine Drittanbieter-Tastatur den Klang hinzufügt

Eine Tastaturerweiterung darf bei jedem Anschlag einen kurzen Systemton abspielen, ohne dafür eine besondere Berechtigung zu benötigen — die betreffende Schnittstelle braucht weder eine Audio-Session noch Vollzugriff —, und dieser Ton respektiert weiterhin den Klingel-/Stummschalter an der Seite des Telefons, genau wie Apples eigener Klick. Den einzigen Apple-Klick gegen einen synthetisierten 8-Bit-Piepton zu tauschen ist damit technisch dieselbe Art Arbeit wie jeder andere eigene Tastenklang: keine zusätzliche Berechtigung, nichts über das Hinzufügen der Tastatur selbst hinaus.

Wo Kibo hineinpasst

Retro 8-bit ist einer der 17 Tastentöne von Kibo, neben Clicky, Linear, Tactile, Thock, Typewriter, Piano und den übrigen. Umschalten lässt er sich direkt im Einstellungs-Panel der Tastatur, ohne die App zu verlassen, in der gerade geschrieben wird, und er spielt bei jedem Tastendruck genauso wie jeder andere Kibo-Klang: dem Stummschalter folgend, ohne Vollzugriff zu brauchen. Kostenlos.

Häufige Fragen

Warum hat mein iPhone keine 8-Bit- oder Chiptune-Tastenklang-Option?

Apples Tastatur spielt genau einen festen Klick, mit einem einfachen Ein/Aus-Schalter und keiner Bibliothek zur Auswahl. Ein 8-Bit-Klang, oder jeder andere bestimmte Klang, braucht eine Drittanbieter-Tastatur, die ihre eigene Klangdatei anstelle der des Systems abspielt.

Waren die Klänge alter Videospiele echte Aufnahmen?

Nein. Frühe Klangchips hatten kaum Speicher für Audio, also erzeugten sie Töne elektronisch in Echtzeit aus einer kleinen Menge Wellenformen — meist eine Puls- oder Rechteckwelle, manchmal eine Dreieckswelle, dazu ein Rauschkanal — statt irgendetwas Abgetastetes abzuspielen.

Braucht ein 8-Bit-Tastenklang Vollzugriff auf dem iPhone?

Nein. Einen Ton bei jedem Tastendruck abzuspielen nutzt eine Schnittstelle, die weder eine Audio-Session noch Vollzugriff braucht. Bei Kibo wird Vollzugriff nur von den Schaltflächen Wort kopieren, Zeile kopieren und Einsetzen in der Tastaturleiste gelesen — Klang und alles andere funktionieren mit ausgeschaltetem Schalter.

Auf der eigenen Tastatur ausprobieren

Kibo ist eine kostenlose Tastatur für das iPhone mit echten mechanischen Tastentönen, Themes zur Auswahl und RGB-Lichteffekten. Ohne Konto, ohne Werbung — und sie funktioniert mit ausgeschaltetem Vollzugriff.

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