Funktioniert Live Speech mit einer Drittanbieter-Tastatur auf dem iPhone?
Live Speech öffnet ein ganz gewöhnliches Textfeld unter der bereits eingestellten Tastatur, nicht die Art von sicherem Feld, die ein Passwort benutzt, sodass eine Drittanbieter-Tastatur nichts Besonderes tun muss, um darin zu funktionieren.
Live Speech wird aus einem bestimmten Grund eingeschaltet — eine Diagnose, die die Stimme bereits genommen hat oder es mit der Zeit erwartungsgemäß tun wird, eine für einen Tag verlorene Stimme, ein Moment, in dem laut sprechen nicht möglich oder nicht gewollt ist —, und dann stellt sich heraus, dass die installierte Tastatur nicht die von Apple ist, und die naheliegende Frage folgt: Arbeiten die beiden wirklich zusammen, oder funktioniert Live Speech wirklich nur mit der mitgelieferten Tastatur gut? Die kurze Antwort: Eine Drittanbieter-Tastatur muss dafür nichts Besonderes tun — aus einem Grund, der es wert ist, erklärt statt einfach geglaubt zu werden.
Nicht dasselbe wie Diktieren
Eingeschaltet unter Einstellungen → Bedienungshilfen → Live Speech, macht die Funktion genau das Gegenteil vom Diktieren. Diktieren hört einer Stimme zu und macht daraus Text. Live Speech nimmt bereits getippten Text und spricht ihn laut aus, mit einer synthetischen Stimme oder mit einer vorab auf dem Gerät aufgenommenen Personal Voice, über den gerade aktiven Audioausgang — den Lautsprecher, AirPods, ein Auto über CarPlay, den Hörer während eines Anrufs. Ausgelöst durch dreimaliges Klicken der Seitentaste, sobald diese als Bedienungshilfen-Kurzbefehl eingerichtet ist, öffnet sich ein schlichtes Textfeld mit einer Tastatur darunter, genau dort, wo man eine erwarten würde.
Ein gewöhnliches Textfeld, kein sicheres
Das Feld, das Live Speech bereitstellt, ist eine ganz normale Texteingabe auf dem Bildschirm, dieselbe Kategorie wie ein Notiz-Dokument oder ein Nachrichtenfeld in Nachrichten, nicht die Art von sicherem Feld, die für ein Passwort, eine Kartennummer oder einen Code reserviert ist. iOS erzwingt seine eigene Tastatur in einem Feld nur, wenn dieses Feld als sicher markiert ist, und Live Speech wurde nie dafür gebaut, zu verbergen, was hineingetippt wird — der ganze Zweck der Funktion ist, dass es einen Moment später laut vorgelesen wird —, also gibt es für iOS keinen Grund, dieses Feld als sensibel zu behandeln, und es tut es auch nicht. Welche Tastatur gerade als Standard eingestellt ist, wird darunter geladen, Drittanbieter eingeschlossen, genau wie in jeder anderen App.
Gespeicherte Sätze laufen über dasselbe Feld
Live Speech lässt häufig genutzte Sätze — einen Namen, eine übliche Bestellung, eine wiederkehrende Antwort — als Favoriten speichern, für einen Tipp statt erneutem Eintippen. Einen Satz überhaupt erst in diese Favoritenliste zu bekommen, bedeutet trotzdem, ihn einmal in genau demselben gewöhnlichen Feld von oben einzutippen, sodass die Rolle einer eigenen Tastatur identisch ist, egal ob der Text einmal gesprochen oder monatelang wiederverwendet werden soll.
Was bei einem Anruf anders ist
Bei einem tatsächlichen Telefon- oder FaceTime-Anruf lässt sich Live Speech direkt aus den Bedienelementen des Anrufs selbst erreichen, ohne den Umweg über den Seitentasten-Kurzbefehl, weil Apple die Funktion genau für diese Situation gebaut hat — einen Anruf, bei dem Sprechen nicht möglich oder nicht gewollt ist. Das Textfeld, das sich dort öffnet, ist dasselbe wie oben beschrieben: gewöhnlich, nicht sicher, gezeichnet mit der gerade ausgewählten Tastatur. Mitten in einem Anruf zu sein, ändert weder die Kategorie des Feldes noch, welche Tastatur iOS dort laden will.
Wo Kibo dazu passt
Kibo hat keine Einstellung für Live Speech und braucht auch keine. Seine Tasten werden als ganz gewöhnliche Tasten gezeichnet, und das Feld, das Live Speech öffnet, akzeptiert jede installierte Tastatur genauso wie jedes andere unsichere Textfeld — seine Themes, Tastentöne und Beleuchtungseffekte eingeschlossen. Auch das braucht keinen Vollzugriff: Dieser Schalter wird in Kibo nur von den Tasten „Wort kopieren“, „Zeile kopieren“ und „Einfügen“ auf der eigenen Werkzeugleiste gelesen. Kibo ist kostenlos.
Häufige Fragen
Funktioniert Live Speech mit jeder Drittanbieter-Tastatur auf dem iPhone?
Ja. Das Textfeld, das Live Speech öffnet, ist ein gewöhnliches, unsicheres Feld, dieselbe Kategorie wie Notizen oder Nachrichten, also lädt es die gerade als Standard eingestellte Tastatur — Drittanbieter-Tastaturen eingeschlossen — ohne zusätzliche Einrichtung auf einer der beiden Seiten.
Ist Live Speech dasselbe wie Diktieren?
Nein, beide sind das Gegenteil voneinander. Diktieren macht aus gesprochenen Worten getippten Text. Live Speech macht aus getipptem Text gesprochenes Audio, mit einer synthetischen Stimme oder einer vorab aufgenommenen Personal Voice.
Muss eine Tastatur-App Live Speech gezielt unterstützen?
Nein. Live Speech prüft nie, welche Tastatur gerade aktiv ist; es liest nur, welcher Text am Ende im Feld steht, sobald die Sprechen-Taste angetippt wird. Jede Tastatur, die in ein gewöhnliches Textfeld tippen kann, funktioniert bereits damit.
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